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Verband
Große Münsterländer e.V. |
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Geschichte
Als Ahnen unserer langhaarigen
Vorstehhunde können unter anderem die sogenannten weißbunten
»Vogel- und Beizhunde« gelten, die schon seit Jahrhunderten
bekannt sind und auf historischen Abbildungen dargestellt
wurden. Es waren vor allem relativ kleine, befederte Stöberhunde
vom Epagneul- oder Wachteltyp, es finden sich jedoch auch
größere »Hühnerhunde« auf den Kunstwerken zeitgenössischer
Maler.
Dem »Jagdbuch für Jäger« (1811) ist zu entnehmen, dass
Größe, Körperbau, Haarkleid und Farbe der »Vogelhunde«
variierten. Man darf annehmen, dass es eine Reinzucht
nach getrennten Rassen damals nicht gab - die Gebrauchseigenschaften
standen (und stehen) im Vordergrund, verbindliche Rassestandards
existierten allerdings zu dieser Zeit noch nicht.
Dies änderte sich gegen Ende des letzten Jahrhunderts:
Auf der 1879 in Hannover statt gefundenen Hundeausstellung
wurden erstmals Rassemerkmale festgelegt - neben dem Deutsch
Kurzhaar wurde der Deutsch Langhaar beschrieben, und die
systematische Reinzucht konnte beginnen.
Neben dem braunen (einfarbig braun, Braunschimmel oder
weiß mit braunen Platten) langhaarigen deutschen Vorstehhund
gab es auch eine farbliche Spielart: schwarz-weiß. Doch
die Deutsch-Langhaar-Anhänger waren von Anfang an nicht
glücklich über die schwarz-weißen Exemplare, sah man in
ihnen doch den Beweis für die Einkreuzung von Settern
und Neufundländern - ein Streitpunkt, der teilweise auch
heute noch diskutiert wird. Vornholt vermutet, damit habe
man dem nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 einsetzenden
Nationalismus Tribut zollen wollen. Mitte des 19. Jahrhunderts
habe es bei allen deutschen Vorstehhunden Einkreuzung
englischer Vorstehhunde gegeben: Pointer beim Deutsch-Kurzhaar
und schwarz-weiße Englische Setter beim Deutsch-Langhaar.
Anfangs wurde auch die schwarz-weiße Variante im Zuchtbuch
des Deutsch-Langhaars geführt, jedoch 1908 aus dem Standard
gestrichen. Schließlich wurde sie 1922 von dem 1919 in
Haltern, Nordrhein-Westfalen im Münsterland, gegründeten
»Verein für die Reinzucht des langhaarigen großen schwarz-weißen
Münsterländer Vorstehhundes« züchterisch übernommen und
von der »Delegierten-Kommission« als eigenständige Rasse
anerkannt. Die Jäger schätzten dort ganz besonders die
Dornenfestigkeit und die zuverlässige Verlorenbringerarbeit
der »Schwarz-Weissen.
Da Hunde dieses Typs vor allem in Westfalen und Niedersachsen
zu finden waren und von den dortigen Jägern bei der Niederwildjagd
geschätzt sehr wurden, bekamen sie den Namen »Großer Münsterländer
Vorstehhund«.
Heute finden wir Große Münsterländer in weiten Teilen
Europas, aber auch in Nordamerika. In Deutschland gibt
es in nahezu allen Bundesländern aktive Landesgruppen.
Betreut wird diese Rasse vom Verband Große Münsterländer
e.V. (VDH/JGHV), dessen Landesgruppen vor Ort jagdliche
Prüfungen und Zuchtschauen durchführen.
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